Alleineigentum

Der Begriff Alleineigentum bezeichnet das spezielle Recht, allein über eine Immobilie bestimmen zu können.

Eigentum auf Grundlage § 903 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist das Recht des jeweiligen Eigentümers, mit einer Sache nach Belieben verfahren zu dürfen und andere von jeglicher Einwirkung auszuschließen.

Dieses Recht wirkt sich insbesondere dahingehend aus, dass es das Verhältnis des Eigentümers zur Sache regelt sowie die Stellung des Eigentümers gegenüber anderen Personen determiniert. In Abhängigkeit von der Eigentumsart kann der Eigentümer eigenständig handeln (Alleineigentum) oder ist auf die Mitwirkung anderer Personen angewiesen (Bruchteils- oder Gesamthandseigentum). 

Um zu bewiesen, dass der Eigentümer auch wirklich Eigentümer ist, muss er nachweisen können, auf welchem Weg er das Eigentumsrecht erworben hat. Dafür kommen z.B. ein Kaufvertrag, eine Schenkung, eine Erbschaft und bei Immobilien der Grundbuchauszug in Betracht. Die Eigentumsverhältnisse sind dann noch unproblematisch, soweit nur eine einzelne Person oder eine juristische Person Eigentümer einer entsprechenden Immobilie ist. Während eine natürliche Person/juristische Person als Alleineigentümer einfach zu bestimmen ist, kommt es bei mehreren Eigentümern darauf an, auf welche Art das Eigentum begründet wurde. Steht das Eigentum mehreren Personen zu, kann es auf unterschiedliche Art und Weise begründet werden. Prinzipiell wird zwischen Miteigentum, Gesamthandseigentum und Wohnungseigentum differenziert. 

Im Fall eines Miteigentums kann Eigentum nach Bruchteilen bestehen, z.B. wenn Eheleute jeweils zur Hälfte im Grundbuch als Eigentümer ihrer Familienwohnung eingetragen sind. Bei Miteigentum gehört jedem Miteigentümer ein echter, wenn auch nur ideeller Anteil an einer Immobilie, über den er frei verfügen kann, ohne den Miteigentümer explizit fragen zu müssen. 

Beim Gesamthandseigentum gehört z.B. ein Grundstück, eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu einer Vermögensmasse, die mehreren Personen zusteht. Sie stellt also das ungeteilte Eigentum einer Personenmehrheit dar. Diese Personen können in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GBR) zueinander stehen oder aber Miteigentümer einer Erbengemeinschaft sein.

Im konkreten Fall des Wohnungseigentums handelt es sich um einen Sonderfall. Eine Immobilie wird per Teilungserklärung oder in einem Teilungsvertrag in mehrere abgeschlossene Wohneinheiten aufgeteilt. Eine einzelne Wohneinheit begründet dabei das Sondereigentum eines Eigentümers. Dieses kann als Alleineigentum einer einzigen Person oder als Miteigentum mehrerer Eigentümer (z.B. ein Ehepaar) oder als Gesamthandseigentum einer Personenmehrheit (z.B. Erbengemeinschaft) ausgestaltet sein.


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